Für die einwandfreie Signalübertragung in High Speed-Leiterplatten ist die Messung der gesteuerten Impedanz genauso wichtig, wie der elektrische Verbindungstest. Weicht die tatsächlich erzielte Impedanz wesentlich von der zuvor berechneten Impedanz ab, hat dies entscheidenden Einfluss auf die Signalintegrität der Baugruppe. Die Folgen sind Reflexionen in der Übertragungsleitung und Schaltsignale, die zur falschen Zeit an den Bauteilen anliegen.
Bei der Impedanzmessung bedienen wir uns der TDR-Methode (Time Domain Reflectometer – Zeitbereichsreflektometer). Die Messung führen wir an einem Coupon durch, der im Fertigungsnutzen der Leiterplatte platziert ist und die Leiterbahnstrukturen der Leiterplatte nachbildet.

Mit dem TDR schicken wir einen Impuls mit einer kurzen Anstiegszeit in den Coupon und messen die Reflexionen des Impulses in der definierten Übertragungsleitung. Aus dem Reflexionsverhalten lassen sich direkte Rückschlüsse ziehen, ob die berechnete Zielimpedanz erreicht wird. Das Ergebnis der Impedanzmessung fließt in Form eines Messprotokolls für jeden einzelnen Coupon in Ihre Lieferdokumentation ein.